Aykut Çevik

Klischees müssen erfüllt werden

o2 Surfstick – Penetrant, Leistungsarm, Teuer

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Ach ja, wieder mal der o2 Surfstick… Es würde mich auch wundern, wenn dieser Stick irgendwann mal eiwnwandfrei funktionieren würde und ich in den Genuss von 3.5G kommen könnte…

Nun surfe ich schon seit drei Tagen (und davor auch des öfteren) mit einer maximalen Surfgeschwindigkeit von ca. 180 kbit/s und einer geschätzten Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 kbit/s. Ich möchte hier besonders darauf aufmerksam machen, dass es hier um kbit (Kilobit) geht und nicht um Kilobyte. So kann man fix ausrechnen (dividieren durch acht), dass ich mit einer Geschwindigkeit im Durchschnitt unter der GPRS Geschwindigkeit liege, welche auf 56 kbit/s festgelegt ist.

Ein weiteres Problem macht mir immer noch zu schaffen. o2 schaltet beim Surfen gerne mal eine Werbeseite [1] zwischen, d. h., wenn ich z. B. die Adresse “google.de” aufrufen möchte, komme ich zuerst auf eine von o2Online geschaltete Seite… Das raubt einem nach einiger Zeit den letzten Nerv. So sollte man nicht auf seine Produkte bzw. Software aufmerksam machen, ich denke, da gibt es auch andere Wege.

o2 Werbeseite

o2 Werbeseite

Nun denn, ich blieb nicht tatenlos und kontaktierte den o2-Support über das Telefon.

Als ich dann mit einer netten Dame verbunden war, kümmerten wir uns vorerst um die Geschwindigkeit. Nachdem die Dame meine Simkarte im Surfstick vom Netz getrennt hatte – in der Hoffnung, dies würde die Leitung wieder auffrischen und die Geschwindigkeit wieder erhöhen – konnte ich mich nach 10 Minuten erneut einwählen. Zu meinem Entsetzen, wieder mit der besagten langsamen Verbindung.

Also griff ich ein zweites Mal zum Hörer, diesmal telefonierte ich mit einem Mann.

Ich erklärte ihm, wie ich vorher vorgegangen war. Nach ein paar Fragen (zuvor auch durch die Dame gestellt) wurde versucht, mir einzureden, dass es zu Ballungszeiten bei der Geschwindigkeiten zu einbußen kommen kann.
Dem stimmte ich natürlich zu, doch blieb ich bei der Auffassung, dass die besagte Ballung in meinem Stadtgebiet nicht wirklich vorhanden ist – auf Grund der hohen Anzahl an älteren Mitmenschen – und die Geschwindigkeit ganz bestimmt nicht unter GPRS Geschwindigkeit kommen würde, wenn denn eine Ballung vorhanden wäre. So, genug des Konjunktivs. Es folgten Fragen wie; “Wohnen Sie in einem HSDPA-Netz-Gebiet?”, “Haben Sie ausreichend Empfang?”, “Schauen Sie sich online Videos an?”. Alle Fragen konnte ich bejahen, wobei die letztere Frage überhaupt keine Relevanz aufweist und eher aus Verzweiflung heraus gefragt wurde…

Der Supporter war daran, irgendwelche Ursachen bei mir zu suchen, bis ich ihn dann endlich zur Aufnahme eines Störungsfall bringen konnte – wohl gemerkt, nicht mein erster. Nun hat sich immer noch nichts getan, mal sehen, ob ich über das Wochenende meine Geschwindigkeit zurückbekomme. Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass nicht immer gleich ein Störungsfall erstellt wird, da o2 natürlich Geld sparen möchte und der Supporter erstmal alles versucht. Doch in meinem Fall ist/war es offensichtlich eine Störung und mir ewig irgendwelche nicht funktionieren Lösungen anzuhören, bringt mir wenig.

Kommen wir wieder zur Werbeseite. Nachdem also der Störungsfall aufgenommen wurde, machte ich dem Mitarbeiter von o2 klar, dass ich diese Seite nicht mehr sehen möchte. Auf der Seite wurde Werbung für den “o2 Connection Manager” gemacht und das Programm würde unter Linux sowieso nicht funktionieren, nur mal nebenbei gesagt.

Erstaunlicherweise wussten nur wenige o2 Supporter von der besagten Seite und ließen mich immer an der Strippe warten und suchten intern nach Hilfe.
Als es dann soweit war, wurde mir gesagt, dass diese Seite nicht abgeschaltet werden kann und abundzu auftreten wird, bis die Werbe-Kampagne abgelaufen ist.
Auf meine Frage, ob denn in Zukunft auch solche Seiten zu Werbezwecken wieder zwischengeschaltet werden, wurde mit “ja” geantwortet und mit “o2 muss ja für seine Produkte irgendwie werben können.” begründet.
Meiner Meinung nach eine absolute Frechheit – Werbung, die sich als Seite erstmal zwischenschaltet und man dann auch noch auf “Weitersurfen” klicken muss, ist einfach penetrant.

Den Vertrag werde ich auf keinen Fall verlängern. So nicht liebe Leute von o2. Für den Preis von 25 EUR monatlich ist die Leistung einfach nicht erbracht.

Ich möchte zuletzt noch anmerken, dass die Supporter von o2 sehr freundlich sind und ich denke mal ihr Bestes gegeben haben.

Ich hoffe ihr habt mehr Glück beim Surfen. In diesem Sinne, load load load…

[1] Werbeseite

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Written by Aykut Çevik

September 24th, 2010 at 4:28 pm

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3 Responses to 'o2 Surfstick – Penetrant, Leistungsarm, Teuer'

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  1. Endlich, heute Abend habe ich wieder meine alte Geschwindigkeit zurück…

    Aykut Çevik

    24 Sep 10 at 20:34

  2. Nun, das Problem ist leider nicht nur auf o2 beschraenkt.
    Wenn es um Versprechungen geht sind die Anbieter unschlagbar, bei Leistungen leider nicht.
    So auch hier in der TR mit türkcell.

    Çevik sen.

    6 Okt 10 at 08:56

  3. Ich nutze immer PrePaid-Karten zum Surfen, ist man auf jeden Fall nicht gebunden. Nur so als Tipp.

    Max

    7 Okt 10 at 11:04

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